n der Philosophenmetropole Athen beginnt
auch das Herz der ersten Schule der Stoa zu schlagen. Ihr
erster Schulleiter ist Zenon von Kition, einer Stadt auf Zypern. Um
314 vor Christus sucht er als junger Kaufmann in Athen sein
Glück. Er ist wie viele Athener philosophisch
interessiert und
hört den Zyniker Krates, den Megariker Stilpon und die
Akademiker Xenokrates und Polemon. Schließlich
gründet er noch vor dem Jahre 300 seine eigene philosophische
Schule in einer bunten Säulenhalle. Griechisch bedeutet dies
"stoa poikile", und aus diesem Ort leitete sich schließlich
der Name dieser philosophischen Schule ab.
ine recht
eigenwillige Auslegung der stoischen Idee vertritt der Philosoph
Epikur, und er gilt daher
mit
seinen Anhängern auch als Begründer einer
eigenständigen Schule. Der Ort der Schule liegt nicht
zentral, sondern in einem Garten
vor den Toren Athens. Dort
lehrt
und
lebt er mit seinen Anhängern, darunter Frauen und
Sklaven, ein Leben in Genuss und
Bescheidenheit zugleich.
Teile der stoischen
Philosophie werden im Christentum
adaptiert,
was auch im Bau von Kirchen und Klöstern seine Spuren
hinterlässt. Aus der Säulenhalle und Garten, in der
die
Schüler der
Antike
während des Disputs umherwandeln, wird im Mittelalter der
Kreuzgang.
Die
Stoa ist ein
schwieriges Unterrichtsthema, trifft sie doch auf den ersten Blick so
gar nicht den
Lebensnerv einer neuen, heranwachsenden Generation. Am besten
nähert sich der Lehrer über die philosophische
Hintertreppe. Als Fächer eignen sich Ethik, Geschichte,
Sozialkunde und Latein. Hier gibt es einige Anregungen zur Vermittlung
der Stoa in den verschiedenen Unterrichtsfächern.