chnell wurde
Sokrates über die Grenzen der Stadt hinaus
berühmt. Ein
Schüler von ihm war Euklid von Megara (dieser trägt
mit dem
Mathematiker Euklid von Alexandria nur den Namen gemein). Nun waren die
Athener mit Megara verfeindet und hatten es bei Todesstrafe den
Megarensern verboten, ihr Gebiet zu betreten. Doch Euklid tarnte sich
mit Frauenkleidern, um seinen Lehrer besuchen zu können.
er
Feldherr Laches spricht im gleichnamigen Dialog Platons nach einer
Niederlage gegen die Böotier voller Bewunderung:
m
Theater bevorzugte Sokrates die Stücke des Tragikers
Euripides. Als er selbst in einem Stück von Euripides
verhöhnt wurde, trat er als
Gegenmaßnahme während
der Aufführung aus der Masse hervor und stellte sich
bis zum
Ende an einen exponierten Ort. Den Schauspielern stahl er
damit die Aufmerksamkeit des Publikums.

Der Tod des Sokrates, Ausschnitt aus der
Darstellung
von Jacques-Louis David 1787
nliegen des Sokrates
war es, die
Menschen täglich besser zu machen. Politik war
dabei zwar nicht seine ursprüngliche Sache, und doch griff er
sehr
vehement in das öffentliche Geschehen ein. Als die Athener bei
den Arginusinischen Inseln die Spartaner besiegt
hatten, kam ein Unwetter auf und hinderte die Befehlshaber der
siegreichen Athener daran, Schiffbrüchige zu retten. Sokrates
hatte bei einem Prozess um dieses Ereignis den
Vorsitz
und sah sich einer aufgepeitschten Menge gegenüber, die die
Strategen wegen unterlassener Hilfeleistung zum Tode verurteilen
wollte. Dabei stellte er sich gegen die
Eiferer und alle Drohungen, die er von der Volksmenge erhielt.
Genützt hat es den Verurteilten freilich nichts, denn der
Eifer
behielt die Oberhand. Sokrates musste zusehen, wie sich die Republik
selbst schadete - aber das Ergebnis eines rechtsstaatlichen Prozesses
war er
trotzdem bereit
anzuerkennen, sei es nicht nur gegen die eigene Überzeugung
sondern sogar gegen die eigene Person gerichtet.
399. v. Chr. wird Sokrates wird
angeklagt, die Götter der Polis (Stadtstaat) nicht
anzuerkennen und die Jugend zu verderben. Er wird zum Tod durch den
Schierlingsbecher verurteilt. Fluchtpläne seiner Freunde
schlägt er aus und nach einem letzten Beisammensein und
Philosophieren trinkt er den Giftbecher.