German Angst

Der Begriff „German Angst“ hat sich nicht ohne Grund weit über unsere Sprachgrenzen ausgebreitet. Aktuell einen Spitzenplatz, in der Nachfolge des Waldsterbens und des Ozonlochs, nimmt die Angst vor dem Wetter ein. Das Phänomen des sogenannten Klimawandels ist auf allen medialen Kanälen präsent. Viel weniger Angst haben die Menschen in den betroffenen Gebieten, wie zum Beispiel den Malediven. Glaubt man den deutschen Klimahysterikern, so steht den Insulanern der klimabedingte Untergang unmittelbar bevor. Schuld daran seien vor allem die Flugzeuge und Automobile. Bemerkenswert ist dabei, dass die Klimaforscher,  wenn sie sich von Kongress zu Kongress bewegen, selbst eifrig Bonusmeilen sammeln. Die Bewohner von Male, der Hauptstadt der Malediven, können sich eine solch rege Flugtätigkeit gar nicht leisten. Dafür lieben sie  andere Verursacher des Klimawandels, nämlich Motorräder und Automobile.

Untergang von Male

Gerade noch 100 cm über dem Meersespiegel liegt die Stadt Male, die Hauptstadt der Malediven. Nach Berechnungen der Klimaforscher sind die Tage von Male gezählt.  Wie aber leben die Bewohner selbst angesichts dieser apokalyptischen Prophezeiungen? Die Landfläche für die 123.000 Bewohner ist sehr klein, sie beträgt nur etwas mehr als 2×2 Kilometer. Eigentlich wäre Male dafür prädestiniert, um aus Klimaschutzgründen alle Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen. Trotzdem hat man auf Male und den anderen bedrohten Inseln alles getan, um es dem Automobil so gemütlich wie möglich zu machen. Straßen wurden asphaltiert, das Tankstellennetz ausgebaut, und zwischen den Inseln der Malediven Autobrücken errichtet.

Widersprüche der Klimahysteriker

Dieses Verhalten der Insulaner nehmen die Marktschreier des Klimawandel nicht zur Kenntnis, sie stellen darüber keine Fragen. Und wenn sie Fragen stellen würden? Welche Antwort hätten sie? Die Bewohner von Male ständen in den Augen der Klimaforscher als sehr törichte Menschen da, die ihren eigenen Untergang vorantreiben. Als Stoiker ist es ratsam, die Augen vor dem Klimawandel zu verschließen, und den Bewohnern der Malediven ihre Würde nicht abzusprechen.

11 commentaires sur “German Angst

  1. Selbst wenn jeder Staat auf der Welt sich an die Klimaziele halten würde, und alle Forderungen dieser so genannten Experten umgesetzt werden, so ist doch und bleibt die Welt stehts im wandel. Vielleicht haben wir manches forciert und anders zeitläufig vermieden, aber wer bildet sich ein den Weltengang zu beeinflussen und wer will das Urteil Fällen ob die Veränderung etwas gutes oder schlechte bewirkt?

  2. Bei deinem Blog sieht man so schön, wie die Kapitulation vor der Welt, die der Stoizismus theoretisch betreibt, folgerichtig zu Zynismus und Menschverachtung wird, wenn man diese Wahnsinnsfilosofie auf konkrete Ereignisse in der Welt anwendet. Da ist ein Eichmann plötzlich genauso gerechtfertigt wie ein Klimawandel. Anzukreiden ist der Menschheit dann nur noch, wenn sie über so etwas in Rage gerät. Eine schöne Seelenruhe ist das!

    • Menschenverachtung lässt sich aus der Stoa nicht herleiten, jedenfalls gibt es dazu keine belegbare Quelle in der stoischen Literatur. Oder doch, dann wo?

  3. Menschenverachtung tropft den Stoikern aus jedem Knopfloch, auch wenn sie noch so sehr behaupten, dass der eine Mensch den anderen Mensch mittels seiner Vernunft als seinesgleichen erkennen muss. Mehr, als das blosse Erkennen, ist es ja nicht. Mit dem Entschluss, jeden Scheiss, der auf der Welt passiert, einfach hinzunehmen und sich lediglich auf die innere Haltung gegenüber dem Scheiss zu konzentrieren, ist eben jedes Leid, das dem Einzelnen widerfährt, gerechtfertigt und in Kauf genommen. Ich meine, das kann man schon Menschenverachtend nennen.

    • Die Orientierung nach innen ist zunächst notwendig, um sich von Meinungen, kulturellen Vorgaben und dem Zeitgemäßen frei zu machen. „Bloßes Erkennen“ heißt ja nicht, alles in Kauf zu nehmen.

    • Ein Stoiker wird natürlich dazu beitragen, ein brennendes Haus zu löschen oder ein Schiff vor dem Untergang zu retten. Das gehört in den Bereich der Ethik.
      Beim sogenannten Klimawandel gilt es aber, auch die Physik und die Logik mit einzubeziehen. Brennt das Haus, oder reitet Don Quijote jetzt als Klimaprophet?
      Zur Physik:
      Klimawandel hat es schon immer gegeben, und für die Klimaerwärmung in einer erdgeschichtlich geringen Zeitspanne kann es viele Gründe geben. Die Sonnenaktivität wirkt sich auf die Erde ebenso aus wie die kosmische Strahlung. Dieses weite Feld ist von den Physikern zu erforschen.
      Zur Logik:
      Um sich die eigene stoische Haltung zu bewahren, sollten keine vorschnellen Urteile übernommen werden. Am besten geschieht dies durch ein emotionsfreies Abwägen von Argumenten und von Rede und Gegenrede. Dabei kann man natürlich nicht so vorgehen, dass die eigene Ansicht als „Fakt“ bezeichnet wird, die Argumente der Gegenseite als bloße „Meinung“.
      Bei der „Klimakirche“ ist zu sehen, wie mit hohen Emotionen und dem Hinweis auf den Weltuntergang gearbeitet wird, was die nüchterne Betrachtungsweise verhindern soll. Wer nicht an die Theorie des menschengemachten Klimawandels glauben will, wird gar als „Klimaleugner“ gebrandmarkt. Da auf dieser emotionalen Ebene keine Diskussion möglich ist, bleibt dem Stoiker nur der geordnete Rückzug.
      Die Augen zu verschließen ist vernünftiger, als in emotional aufgeheizter zu Atmosphäre zu diskutieren.

      • Das der Stoiker so zu sagen die Augen verschließt ist an dieser Stelle ein unglücklich gewählter Begriff. Denn er wendet sich nicht davon ab, im Gegenteil er schaut der Gefahr in das Angesicht. Die Natur die so viel mächtiger ist als alles von Menschen geschaffene, der Stoiker beugt sich ihr, nicht aus Feigheit sondern aus Einsicht. Dies ist kein Ausblenden der Wirklichkeit sondern ihre subjektive Kompunente, denn die Wirklichkeit ist schließlich auch meine so wie ich sie sehe.

        Und noch ein kleiner Komentar zu dem Satz:“Da ist ein Eichmann genau so Gerechtfertigt wie der Klimawandel“ von filosof2000 Zweifellos beziehen sie sich auf den Artikel „Die banalität des Bösen“, dennoch weiß ich nicht wie Sie auf eine Rechtfertigung in bezug auf Eichmanns Taten kommen, die dort vertreten werden soll. An dem Eichmann Beispiel wird nur dies eine Klar, dass der Mensch nicht nur stumpf seine Pflichten ausüben soll, sondern zu allererst sittliche Grundsätze haben muss!

        • So ist es, der Stoiker wendet sich nicht ab, um etwas zu rechtfertigen, sondern um den Blick zu schärfen. Die Stoa kann ein Mittel gegen blinden Aktionismus sein. Beim Klimawandel handelt es sich um ein Produkt, das von wenig talentierten Wissenschaftlern und sehr talentierten Journalisten im Moment erfolgreich vermarktet wird. Auch wenn die Tagesschau von den Klimakonferenzen berichtet, wird sich in 20 Jahren niemand mehr daran erinnern. Hier gilt es, den Aktionismus zu verweigern. Das heißt nicht, dass man generell vor der Politik die Augen verschließen darf.

          • Völlig richtig, Zenon. Da wir Stoiker aber ganz gerne in Übereinstimmung mit der (kleinen) Natur leben, werden wir ebenso dafür sein, die (große) Natur nicht mehr als notwendig zu belasten.
            Hysterie u. panischen Reaktionen (deutscher Atomausstieg!) verschließen wir uns grundsätzlich (mit offenen Augen :-))

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