Gut und Böse

stoiker-gedanken zu Gut und Böse aus dem Buch „Trost der Philosophie“, das der Philosoph Boethius  in Erwartung seiner kommenden Folter und Hinrichtung schrieb:

  • Vielleicht wird der Instabile, der leicht zum Bösen abdriften kann, lieber nicht zu sehr auf die Probe gestellt.
  • Vielleicht der Vollkommene auch nicht, weil das für andere eine demoralisierende Wirkung hätte.
  • Vielleicht müssen manche Guten leiden, damit sie nicht übermütig werden, oder damit sie (etwa, wenn sie unter Folter standhaft bleiben) als gutes Beispiel dienen können.
  • Vielleicht wird Geldgier manchmal von legalem Erfolg gekrönt, damit der Gierige nicht zum Verbrecher wird.
  • Vielleicht muß mancher zunächst etwas Böses tun, um dann vom schlechten Gewissen wieder auf den rechten Weg geführt zu werden.
  • Dass die Bösen sich immer gegenseitig hereinlegen, hat vielleicht einen tieferen Sinn darin, dass manche von ihnen, vom ständigen Streit müde, gute Menschen werden.
  • Das alles könnten Weisen sein, wie das Böse letztlich ein Instrument zum Guten sein kann.

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