Krise in der Ukraine

Der Stoiker Marc Aurel führte zwar als Kaiser eine Reihe von Kriegen, doch innerlich war er Weltbürger. In den Selbstbetrachtungen schreibt er:

“Wenn das Geistige uns gemeinsam ist, so ist uns auch die Vernunft […] gemeinsam; gilt dies, so ist die Welt ein Stadtstaat.”

Demnach hat niemand die Vernunft für sich gepachtet, und man darf sie deshalb auch niemendem absprechen.
Wenn man sich die Bilder aus der Ukraine ansieht, dann scheint die Vernunft dort verhüllt zu sein, hinter maskierten jungen Kämpfern. Was sie wohl antreibt? Falsche Vaterlandsliebe, Abenteuerlust, Lust auf Gewalt, Gier nach materiellen Bedürfnissen? Wir Deutschen täten gut daran, in der Ukraine kein Öl ins Feuer zu gießen. Unser Außenminister sollte sich besser in die Hängematte legen, als nach Kiew zu reisen. Ist es heute wichtig, ob das Saarland und das Elsass zu Deutschland oder zu Frankreich gehören? Es sind auch nur ein paar Flecken Land, auf dem ein paar Fähnchen wehen.

Ein Kommentar zu “Krise in der Ukraine

  1. Nein – es ist im Grund unwichtig, was oder wer zu welchem Land gehört. Jedoch nur dann, wenn die Mehrheit der Menschen das auch so will.
    Und sicher nicht unwichtig dann, wenn ein totalitärer Staat mit dunklen Machenschaften den Volkswillen zu beeinflussen sucht und dann eben wegen des so beeinflussten Volkswillen Fakten schafft und das Land annektiert. Sollte sich ein Außenminister dann in die Hängematte legen, wäre das in meinen Augen des Stoismus zu viel und er gehört abgewählt.

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