Macht die Stoa glücklich?

Diese Frage wurde vor 14 Tagen per email an die Webseite der Philosophie der Stoa gestellt: Ob die Stoa glücklich mache? Die Stoa ist eine Philosophie der Krise. Sie macht nicht unbedingt glücklich, aber sie tröstet über das vermeintlich Schlimmste hinweg. Epiktet schreibt im Handbüchlein der Moral:

“Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern die Meinungen und die Urteile über die Dinge.”

5 commentaires sur “Macht die Stoa glücklich?

  1. Bei Boethius sagt die “Philosophie” sogar ziemlich unverblümt: Ihr sollt euch “nicht in Vergnügungen … zerstreuen und in Lüsten dahinwelken … euch nicht vom Unglück unterdrücken und vom Glück verderben lassen.” Glück ist demnach etwas ganz und gar Unphilosophisches.

  2. ,,Glück” als Begrifflichkeit könnte wohl kaum facetten- bzw. bedeutungsreicher sein. Grob vereinfachend lässt sich allerding sagen: die Stoa ist eine eudämonistische Philosophie, allerdings keinesfalls eine hedonistische: während durch eine Lebensweise in Einklang mit dem Logos, der Vernunft, also freilich der Natur, erreicht die ΑΠΑΘΕΙΑ, die Freiheit von Affekten, Begierden, Lustbarkeiten jedweiger Art. Dadurch gelangt man zur wahren Glückseligkeit. Durch ΗΔΟΝΗ, Affekte, allerdings kann gar keine Glückseeligkeit erreicht werden, denn es handelt sich dabei um Laster, die die Freiheit des Menschen zerstören. Wahres Glück ist nach Zenon ΕΥΡΟΙΑ ΒΙΟΥ, der gute Lenbensfluss, es ist das ,,höchste Stadium des Stoikers”.

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